Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Interdisciplinary Transformation University (IT:U)

Österreichs jüngste öffentliche Universität legt als technische Universität ihren Fokus bewusst auch auf Interdisziplinarität und digitale Transformation.

Die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern alle Lebensbereiche in einem noch nie dagewesenen Tempo. Mit der Gründung der IT:U, der Interdisciplinary Transformation University Austria, wurde ein weiterer Beitrag zur Sicherung der digitalen Wettbewerbsfähigkeit Österreichs geleistet, indem praxisorientierte und innovative Digitalisierungsexpertinnen und -experten ausgebildet werden, die dafür sorgen sollen, dass der digitale Wandel zum Nutzen aller und nach demokratischen Werten gestaltet wird.

Die konkrete Ausrichtung der IT:U

Die inhaltliche Ausrichtung der IT:U orientiert sich an einem wissenschaftliches Konzept (PDF, 607 KB), das eine unabhängige Konzeptgruppe unter dem Vorsitz des KI-Experten und ehemaligen Google-Managers Gerhard Eschelbeck 2022 vorgelegt hat. Es skizziert auf 71 Seiten, welche Ansätze die IT:U verfolgt. Sie werden seither schrittweise umgesetzt. Sie umfassen:

  • den interdisziplinären Ansatz in Forschung und Lehre, der sämtliche Aspekte der Digitalisierung abdecken soll;
  • den „gemeinsame Kern“ im künftig einzurichtenden Bachelorstudium, in dem alle Studierenden in den ersten Semestern die (technischen) Grundlagen der Digitalisierung erlernen und anschließend die Möglichkeit haben, sich in die Richtungen  Designing Interactions, Future Industries, Digital Humanities, Health, Digital Earth, Society Networks and Life Sciences, Digital Transformation in Learning oder ganz allgemein auf Computational Interdisciplinarity,  also die Interdisziplinarität an der Schnittstelle zwischen den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften und der Informatik, zu spezialisieren.
  • die Praxisorientierung als wesentliches Gestaltungsprinzip, das sich im projektbasierten, praxisorientierten innovativen Lehr- und Forschungsansatz in "interdisziplinären Labors" ausdrückt. Die IT:U hat dazu ein eigenes „Educational Model“ entwickelt und dazu bereits die ersten eigenen LearnLabs eingerichtet, in denen Studierende in Kleingruppen innovative Ansätze erarbeiten. Dabei wird von Anfang an auch die enge Zusammenarbeit und der intensive Austausch mit Wirtschaft, Industrie, Kunst, Kultur und Gesellschaft gesucht.
  • das Streben nach Internationalität und Exzellenz, weshalb die Arbeitssprache an der IT:U auch Englisch ist. 
  • den flexiblen Rechtsrahmen, der agile Organisationsformen erlaubt, die es der IT:U  ermöglichen, sich schnell an die sich ständig ändernden Anforderungen der digitalen Transformation anzupassen.

Die Entstehungsgeschichte der IT:U: gegründet unter anderem Namen, aber mit der ursprünglich geplanten Zielsetzung

  • Sommer 2020: Die österreichische Bundesregierung kündigt die Gründung einer neuen technischen Universität als Leuchtturmprojekt der Digitalisierung in Österreich an und erarbeitet im Rahmen einer Vorbereitungsgruppe die Eckpunkte. Sie bestellt daraufhin die unabhängige wissenschaftlichen Konzeptgruppe, die 2022 dann das erste wissenschaftliche Konzept für die neue Digitalisierungs-TU vorlegt.
  • 11. Juli 2022: Inkrafttreten des  Bundesgesetz über die Gründung des Institute of Digital Sciences Austria als erste rechtliche Grundlage für die neue Digital-TU, die sich mittlerweile nicht mehr Institute of Digital Sciences Austria nennt, sondern IT:U, also Interdisciplinary Transformation University Austria.
  • 12. Oktober 2022: Konstituierung des Gründungskonvents (§ 6 des Gründungsgesetzes) durch das BMBWF. Zwei Mitglieder wurden vom Land Oberösterreich vorgeschlagen, drei vom damaligen Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF), zwei von der damaligen Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), eines vom Wissenschaftsfonds (FWF) und eines von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).
  • 15. Juni 2023: Der Gründungskonvent einigt sich auf die strategischen Grundsätze (PDF, 1 MB) des Institutes of Digital Sciences Austria/der IT:U  in der Gründungsphase und somit auf die konkrete Ausrichtung der neuen Universität. 
  • 5. März 2023: Stefanie Lindstaedt, Professorin für Informatik und bisherige Direktorin des Instituts für interaktive Systeme und Datenwissenschaften an der TU Graz sowie Geschäftsführerin des Know Centers, dem Forschungszentrum für vertrauenswürdige KI und Data Science wird vom Gründungskonvent zur Gründungspräsidentin gewählt. Sie leitet und vertritt die Universität nach außen und ist zuständig für Aufgaben wie die Vorbereitung des operativen Geschäfts der Universität, den Abschluss von Dienst- und Werkverträgen oder die Gründung der GmbH. Ihre Amtszeit umfasst vier Jahre.
  • 7. Juli 2023 hat Dr. Stefanie Lindstaedt ihr Amt als neue Gründungspräsidentin des Institute of Digital Sciences Austria/der IT:U offiziell angetreten.
  • Im Spätsommer und im Herbst 2023 hat die neue Universität in Zusammenarbeit mit der Ars Electronica mit dem FOUNDING LAB mit ersten Studienakzenten gestartet.
  • Im Ende November 2023 hat sich die neue Universität in Interdisciplinary Transformation University Austria, kurz IT:U, umbenannt und ist nun  unter https://it-u.at  auffindbar ist.
  • Juli 2024: Das neue Bundesgesetz über das Institute of Digital Sciences Austria (Interdisciplinary Transformation University) (BGBL. I. 43/2024) tritt in Kraft und löst das bisherige Gründungsgesetz als Rechtsgrundlage ab. Mit gerade einmal 36 Paragrafen beschränkt es sich wenige, zentrale Vorgaben und lässt der IT:U dafür umso mehr Gestaltungsspielraum in der Festlegung ihrer internen Leitungs-, Organisations-, Personal- und Studienstruktur. Denn die ITU:  hat nur drei oberste Leitungsorgane: die Präsidentin, das Kuratorium und die Universitätsversammlung. Sie unterscheidet   beim Personal nur zwischen dem wissenschaftlichen und künstlerischen Personal (Universitätsprofessorinnen und –professoren und Post-Docs mit einem Beschäftigungsausmaß von mind. 50 %), dem sonstigen Lehr- und Forschungspersonal (wissenschaftliches und künstlerisches Personal) und dem allgemeinen (nicht-wissenschaftlichen) Personal. Und ähnlich wie an Fachhochschulen und Privathochschulen stehen die Studierenden mit der IT:U  in einem privatrechtlichen (Ausbildung-)Verhältnis womit garantiert wird, dass die Studienstruktur laufend angepasst und adaptiert werden kann.
  • Start der ersten PhD-Programme im Herbst 2024: Mit dem Studienjahr 2024/25 sind die ersten beiden PhD-Programme gestartet. Konkret sind das PhD-Studium „Digital Transformation in Learning“, das die IT:U in Kooperation mit der Universität Linz betreibt, und PhD-Studium „Computational X“ 
  • Geplantes Masterstudium ab Herbst 2025: Im Wintersemester 2025/26 soll das erste Masterstudium „Interdisciplinary Computing" der IT:U folgen.
  • Ab 2029/30 ist der Start der ersten Bachelorstudien geplant. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.
  • Bis zum Jahr 2030/31 soll die IT:U rund 5.000 Studierende und bis 2036/37 etwa 150 Professorinnen und Professoren und Äquivalente haben.

Die Mitlieder des Gründungskonvents: 

  1. DIin Katja Schechtner, MSc - Mitglied des Aufsichtsrates des AIT (vorgeschlagen einst vom BMVIT, heute BMK)
  2. Dr. Wolfgang Steiner - Direktor des oberösterreichischen Landtags und des Verfassungsdiensts im Amt der oberösterreichischen Landesregierung (Land Oberösterreich)
  3. Dr.in Christina Rami-Mark - Geschäftsführerin der Mark Metallwarenfabrik GmbH (Land Oberösterreich)
  4. Dipl.-Ing.in Claudia von der Linden, MBA (IMD) - ehem. Vizerektorin für Digitalisierung und Change Management an der TU Graz (FFG)
  5. Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller - Professor für Informatik am Lehrstuhl für Kommunikationssysteme und Systemprogrammierung an der LMU München (FWF)
  6. Prof. Dipl.-Ing. Dr.Dr.h.c. Wilfried Eichlseder - ehem. Rektor der Montanuniversität Leoben (vorgeschlagen einst vom BMBWF, heute BMFWF)
  7. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Martin Hitz - Stellvertretender Vorstand des Instituts für Informatiksysteme an der Universität Klagenfurt (vorgeschlagen einst vom BMBWF, heute BMFWF)

Zwei Sitze sind derzeit vakant (N.N. als Nachfolge für Christopher Lindinger, ehemaliger Vizerektor für Innovation und Forscher:innen an der Universität Linz und Professor für Kunst & Digitalität an der Universität Mozarteum (vorgeschlagen einst vom BMK, heute BMVIT) sowie N.N. als Nachfolge für Johanna Pirker, Professorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München am Lehrstuhl für Angewandte Informatik und Medieninformatik und assoc. Prof. am Institute of Interactive Systems and Data Science, TU Graz (vorgeschlagen einst vom BMBWF, heute BMFWF).

Vorsitz: Claudia von der Linden, Stellvertretung: Martin Hitz und Christina Rami-Mark

Der Gründungskonvent hat  in einer eigenen Geschäftsordnung (PDF, 165 KB) festgelegt, wie die Wahl der Gründungspräsidentin/des Grundungspräsidenten der IT:U erfolgt.

Gründungsbeirat der IT:U

Der Gründungsbeirat begleitet die IT:U insbesondere bei der Entwicklung von Forschungsschwerpunkten und des Studienangebots. Die Rektorate der Universität Linz, der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, der drei technischen Universitäten, TU WienTU Graz und Montanuniversität Leoben, der Fachhochschule Oberösterreich sowie die ÖH haben je ein Mitglied in den Beirat nominiert.

Finanzieller Rahmen der IT:U

Wie jede andere öffentliche Universität schließt auch die IT:U dreijährige Leistungsvereinbarungen[PA1]  zu ihrer Finanzierung mit dem BMFWF ab. Ihre aktuelle Leistungsvereinbarung umfasst die Periode 2025 bis 2027 und hat damit dieselbe Laufzeit wie die aller anderen öffentlichen Universität.

Dazu kommt eine Art. 15a B-VG Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Oberösterreich zur Deckung der Kosten für die eigentliche Errichtung der IT:U. Der Finanzierungsbeitrag des Landes umfasst dabei 50 Prozent der Errichtungskosten der für die Zwecke der Universität erforderlichen neu zu errichtenden Gebäude samt funktionszugehörigen Neben- und Außenanlagen. Der Bund übernimmt die dauerhafte Finanzierung aller erwachsenden Verpflichtungen in Forschung und Lehre.

Links